Verkostung: BrewDog Lost Lager

Moin liebe Bierfreunde!

Wer an die schottische Erfolgsbrauerei BrewDog denkt, hat sofort wilde IPAs, schreiend bunte Dosen und knallharte Punks im Kopf. Doch BrewDog kann auch anders! Mit dem Lost Lager haben die Schotten ein Bier auf den Markt gebracht, das sich bewusst an den klassischen Pils-Trinker richtet – natürlich trotzdem mit dem gewissen BrewDog-Twist.

Ich hatte während meines Urlaubs in Schottland das Glück, das Lost Lager direkt in einem BrewDog-Pub in Perth frisch vom Hahn zu probieren. Ob die Punks auch ein sauberes, untergäriges Lager können, erfahrt ihr in diesem Tasting-Bericht!

⚡ Quick-Check: BrewDog Lost Lager

  • Bierstil: Dry-Hopped Pilsner / Lagerbier
  • Alkoholgehalt: 4,5 % Vol. (ACHTUNG: oft auch mit 4,7 % ausgezeichnet)
  • Brauerei: BrewDog, Ellon, Schottland
  • Sommelier-Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆ (8/10)

Fazit vorab: Ein fantastisches, knackiges Lagerbier mit einem wunderschönen, zitrusfruchtigen Hopfen-Twist. Erfrischend, leicht und extrem süffig!

BrewDog Lost Lager im Biersommelier Test

Ein Bier rettet die Welt?

BrewDog ist mittlerweile berüchtigt für seine lauten Marketing-Aktionen. Das Lost Lager ist da keine Ausnahme, hat aber einen durchaus ernsten Hintergrund. Das Bier wird (wie alle BrewDog-Biere) komplett CO2-negativ gebraut. Das bedeutet, die Brauerei entzieht der Atmosphäre doppelt so viel Kohlendioxid, wie sie produziert.

Beim Lost Lager gehen die Schotten sogar noch einen Schritt weiter: Es wird mit Windkraft gebraut und ein Teil des Profits fließt in die Wiederaufforstung von Wäldern („Buy a Lager, plant a tree“). Ein schöner Gedanke, aber letztendlich muss das Bier natürlich auch schmecken. Schauen wir mal rein!

Der Biersommelier-Test: So schmeckt das Lost Lager

Pint-Glas gefüllt und angesetzt – hier kommen meine Eindrücke aus dem schottischen Pub!

  • 👀 Optik: Das Bier präsentiert sich in einer extrem hellen, klaren goldenen Farbe. Der Schaum ist strahlend weiß und feinporig, könnte aber (wie bei vielen Bieren vom Fass in UK) etwas voluminöser sein.
  • 👃 Geruch (Nosing): In der Nase wird sofort klar: Das ist kein normales deutsches Helles! Neben den klassischen getreidigen Noten strömt einem ein frischer, zitrusartiger Duft entgegen. Auch feine, grasige Hopfenaromen sind deutlich wahrnehmbar (BrewDog nutzt hier die Hopfensorte Saphir für die Kalthopfung).
  • 👅 Geschmack (Palate): Der Antrunk ist sehr frisch und leicht spritzig. Auf der Zunge zeigt sich ein schlanker, milder Malzkörper. Das Highlight ist jedoch die Hopfenwürze: leichte Noten von Zitronenschale und Limette paaren sich mit einer sanften, aber spürbaren Bitterkeit.
  • 👋 Abgang (Finish): Das Bier verabschiedet sich extrem sauber (crisp) und hinterlässt eine erfrischende, dezente Hopfenbittere, die sofort zum Weitertrinken animiert.

Fazit: Die Punks können auch Pils!

Ich war ehrlich gesagt etwas skeptisch, ob BrewDog ein klassisches Lagerbier hinbekommt, ohne es sofort mit Hopfen zu überladen. Aber das Lost Lager ist ein absoluter Volltreffer! Es ist erfrischend, leicht und perfekt ausbalanciert. Durch die dezente Kalthopfung hat es genau den richtigen zitrusfruchtigen „Kick“, um nicht langweilig zu werden, ohne dabei die leichte Trinkbarkeit eines Lagerbieres zu verlieren. Ein großartiges Bier für entspannte Abende im Pub – oder auf der heimischen Terrasse. Cheers!

Euer Matthias 🍻

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