Moin liebe Bierfreunde!
Wer behauptet, Geschichte sei trocken und langweilig, der war definitiv noch nie auf einem meiner Tastings! Gestern, am 11. April 2026, war es wieder so weit: Im Getränkefachmarkt Scherer in Eppingen kam eine großartige Truppe zusammen, um mit mir eine geschichtliche Reise durch die faszinierende Welt der Bierstile anzutreten.
Nach einem entspannten Willkommensbier zum Ankommen und Kennenlernen haben wir uns gemeinsam Glas für Glas durch die Jahrhunderte probiert. Für alle, die gestern nicht dabei sein konnten (oder den Abend noch einmal Revue passieren lassen wollen), gibt es hier den exklusiven Rückblick auf unser Line-up!
⚡ Event-Zusammenfassung: Tasting Eppingen
- 📅 Datum: 11.04.2026
- 📍 Location: Getränkefachmarkt Scherer, Eppingen
- 🍺 Motto: Die geschichtliche Reise der Bierstile
- 🗣️ Moderation: Matthias Mohra (Diplom Biersommelier)
Mein Fazit des Abends: Eine unglaublich wissbegierige und gut gelaunte Gruppe! Es hat riesigen Spaß gemacht, die Geschichten hinter den Bieren zu teilen und gemeinsam die feinen Aromen zu entschlüsseln.
1. Der Start in Bayern: Schönramer Hell
Unsere Reise begann gemütlich im Süden Deutschlands. Das Helle ist historisch gesehen die bayerische, etwas mildere Antwort auf das norddeutsche und tschechische Pils. Als perfekten Vertreter dieses Stils hatten wir das Schönramer Hell im Glas. Es besticht durch seine unglaubliche Süffigkeit, weiche Malznoten und eine nur sehr dezente Hopfenbittere. Ein wunderbarer, runder Einstieg, um den Gaumen aufzuwecken.
2. Die tschechische Revolution: Welde No1 Pils
Als nächstes widmeten wir uns dem berühmtesten Bierstil der Welt: dem Pilsner. Ursprünglich im tschechischen Pilsen erfunden, revolutionierte die untergärige Brauweise mit hellem Malz die Bierwelt. Verkostet haben wir hierfür das Welde No1 Slow Beer Pils. Für mich persönlich immer ein echtes Heimspiel, da ich die Hingabe und handwerkliche Präzision bei Welde tagtäglich hautnah miterlebe. Die feinen ätherischen Hopfenöle und die durch die lange Reifung extrem abgerundete Bittere kamen bei der Gruppe hervorragend an!
3. Das Motoröl der Industrialisierung: Störtebeker Hanse Porter
Weiter ging unsere Reise nach England. Das Porter galt während der industriellen Revolution als das „Motoröl“ der hart arbeitenden Hafenarbeiter (die „Porters“). Die Röstmalze brachten Energie und Geschmack. Um zu zeigen, dass dieser englische Stil auch in Deutschland meisterhaft umgesetzt wird, schenkte ich das Störtebeker Hanse Porter aus. Ein dunkles, leicht süßliches Bier mit tollen Noten von Karamell und Röstkaffee, das gestern für einige echte „Aha-Momente“ sorgte.
4. Die irische Antwort: Guinness Extra Stout
Da das klassische Porter mit der Zeit etwas in Verruf geriet, musste eine Weiterentwicklung her: Das Stout (ursprünglich „Stout Porter“ für ein stärkeres Porter). Maßgeblich geprägt wurde dieser Stil von keinem Geringeren als Arthur Guinness. Entsprechend stilecht verkosteten wir das Guinness Extra Stout. Die trockene Röstbittere und die intensiven Kaffee- und Bitterschokoladen-Aromen bildeten einen tollen Kontrast zum süßlicheren Hanse Porter davor.
5. Die Craft-Beer Revolution: Hopfenstopfer Incredible Ale
Danach wagten wir den Sprung über den großen Teich in die USA, wo in den 1980er Jahren die weltweite Craft-Beer-Revolution ihren Lauf nahm. Alte Bierstile wurden mit extrem aromaintensiven Hopfensorten neu interpretiert. Statt eines US-Importbiers wählte ich hierfür jedoch einen grandiosen, regionalen Vertreter: Das Hopfenstopfer Incredible Ale aus der Häffner Bräu in Bad Rappenau. Ein fruchtiges, zitruslastiges Pale Ale, das eindrucksvoll zeigt, welche Aromenexplosionen Hopfen erzeugen kann.
6. Das große Finale: Schneider Weisse Aventinus
Zum Abschluss eines echten Biersommelier-Tastings darf ein ordentliches Bockbier natürlich nicht fehlen. Wir beendeten den Abend mit dem Schneider Weisse Aventinus, einem legendären Doppel-Weizenbock. Mit seiner rubinroten Farbe, satten 8,2 % Alkohol und intensiven Aromen von reifer Banane, Nelke und Pflaume war es das perfekte, wärmende Finale für einen grandiosen Abend in Eppingen.
Du hast das Tasting verpasst? Kein Problem! 🍻
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