Wer braut in den USA wirklich das meiste Bier, und wer verdient damit am meisten Geld? Beide Fragen klingen nach der gleichen Antwort, sind es aber nicht. Als Biersommelier schaue ich mir regelmäßig Marktzahlen an, und gerade beim amerikanischen Biermarkt zeigt sich ein spannender Bruch: Die Brauerei mit der größten Braumenge ist nicht zwangsläufig die mit dem größten Umsatz. Genau deshalb teile ich diesen Artikel bewusst in zwei Rankings auf, einmal nach Braumenge in Hektolitern und einmal nach Umsatz in US-Dollar.
Ein Hinweis vorweg, ganz im Sinne meines Artikels über das angeblich beste Bier der Welt: Auch hier gilt, groß ist nicht automatisch gut, und viel verkauft ist nicht automatisch hochwertig gebraut. Die folgenden Zahlen sagen etwas über Marktmacht, Reichweite und Geschäftsmodell aus, aber nichts über Geschmack oder Braukunst im sommelierhaften Sinn.
⚡ Der US-Biermarkt 2025 auf einen Blick
- Gesamtmarkt: rund 113 Milliarden US-Dollar Einzelhandelsumsatz
- Gesamtvolumen: Produktion und Importe gingen 2025 um 5,7 Prozent zurück
- Craft-Bier-Anteil: rund 13,3 bis 13,4 Prozent des Marktvolumens, rund 24,6 bis 24,8 Prozent des Dollarumsatzes
- Craft-Produktion: 21,86 Millionen Barrel im Jahr 2025, umgerechnet etwa 25,6 Millionen Hektoliter, ein Rückgang von 5,1 Prozent gegenüber 2024
- Quelle: Brewers Association, Jahresbericht 2025/2026
Eine kurze Geschichte des amerikanischen Bieres: Made in Germany
Bevor es um die aktuellen Zahlen geht, lohnt sich ein Blick zurück, denn die heutige US-Braulandschaft ist zu einem großen Teil das Werk deutscher Auswanderer. Mitte des 19. Jahrhunderts brachten Zehntausende deutsche Einwanderer, viele davon aus dem heutigen Rheinland-Pfalz, ihr Braukönnen mit in die USA und damit auch das damals in Amerika noch unbekannte, untergärige Lagerbier. Vorher war dort vor allem englisches Ale verbreitet.
Die berühmteste dieser Geschichten ist die von Eberhard Anheuser aus Bad Kreuznach und seinem Schwiegersohn Adolphus Busch aus Mainz-Kastel. Anheuser, ursprünglich Kerzen- und Seifenfabrikant, übernahm 1860 gemeinsam mit einem Geschäftspartner eine kleine, angeschlagene Brauerei in St. Louis, die spätere Anheuser-Busch Brewing Association. Unter der Führung von Adolphus Busch, der 1857 aus Deutschland nachkam, wuchs daraus der heutige Weltkonzern, dessen bekannteste Marke Budweiser bis heute an die böhmische Stadt Budweis und die dortige Bierbrautradition erinnert.
Ganz ähnlich verlief die Geschichte in Milwaukee, das sich im 19. Jahrhundert zur eigentlichen deutschen Bierhauptstadt der USA entwickelte. Philipp Best aus dem rheinhessischen Mettenheim gründete dort 1844 eine Brauerei, die unter seinem Schwiegersohn Frederick Pabst zur Pabst Brewing Company wurde. Nur wenige Straßen weiter übernahm der gebürtige Deutsche Joseph Schlitz die Brauerei seines verstorbenen Arbeitgebers August Krug und machte daraus die Joseph Schlitz Brewing Company, die zeitweise die größte Brauerei der Welt war. Auch Frederick Miller, Gründer der späteren Miller Brewing Company, sowie Adolph Coors, der die Coors Brewing Company im koloradoschen Golden aufbaute, waren deutsche Einwanderer.
Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurden die drei größten Brauereien der USA damit von Männern geleitet, die allesamt aus dem heutigen Rheinland-Pfalz stammten: Anheuser-Busch in St. Louis sowie Pabst und Schlitz in Milwaukee. Die Bierbrauerei gilt entsprechend als einer der bedeutendsten wirtschaftlichen Beiträge rheinland-pfälzischer Auswanderer zur amerikanischen Wirtschaftsgeschichte, was mich als gebürtigen Pfälzer natürlich besonders freut. Die Prohibition zwischen 1920 und 1933 überstanden nur die finanzstärksten dieser Brauereien, viele kleinere deutschstämmige Familienbetriebe verschwanden dagegen für immer vom Markt. Wer heute Budweiser, Michelob, Coors oder Miller trinkt, trinkt damit indirekt immer noch ein Stück deutscher Braugeschichte, auch wenn die Rezepturen sich über die Jahrzehnte stark verändert haben und die Unternehmen längst internationalen Konzernen gehören.
Die Craft Beer Revolution: Die Antwort auf die Bier-Monokultur
Nach der Prohibition und dem Zweiten Weltkrieg verengte sich der amerikanische Biermarkt zunehmend auf wenige, immer ähnlichere Massenbiere. Die einst so vielfältige, von deutschen Einwanderern geprägte Braulandschaft war einer regelrechten Lager-Monokultur aus leichten, geschmacklich zurückhaltenden Bieren gewichen, dominiert von wenigen Großkonzernen. Genau gegen diese Eintönigkeit entstand ab Mitte der 1960er Jahre eine Gegenbewegung, die heute als Craft Beer Revolution bekannt ist.
Als eigentlicher Startpunkt gilt das Jahr 1965, als der junge Unternehmer Fritz Maytag die insolvenzgefährdete Anchor Brewing Company in San Francisco übernahm und deren traditionelles Steam Beer wiederbelebte. Anchor gilt seither vielen als erste moderne Craft-Brauerei der USA. Einen entscheidenden rechtlichen Schub bekam die Bewegung 1978, als US-Präsident Jimmy Carter ein Gesetz unterzeichnete, das privates Hobbybrauen in kleinen Mengen legalisierte, zuvor war selbst das Bierbrauen im eigenen Keller in den USA offiziell verboten. Aus genau dieser Hobbybrauer-Szene gingen viele der heute großen Namen hervor: Ken Grossman gründete 1980 Sierra Nevada Brewing in Chico, Kalifornien, nachdem er zuvor jahrelang einen Homebrew-Laden betrieben hatte. 1984 folgte Jim Koch mit der Boston Beer Company und der Marke Samuel Adams.
Was in den 1970er Jahren mit nicht einmal hundert Braustätten in den gesamten USA begann, wuchs über die folgenden Jahrzehnte explosionsartig: Bereits 1996 gab es rund 1.000 Craft-Brauereien, heute sind es laut Brewers Association 9.578, wie eingangs bereits erwähnt. Genau diese historische Craft-Bewegung ist es, aus der die weiter oben genannten Namen wie Sierra Nevada, Boston Beer, Brooklyn Brewery oder Deschutes stammen, die heute die Craft-Volumen-Rangliste anführen.
Ausgerechnet die Pionierbrauerei der ganzen Bewegung liefert dabei aber auch eine bittere Randnotiz, die sehr gut zur kritischen Grundhaltung dieses Blogs passt: Anchor Brewing, die einst als „Americas First Craft Brewery“ galt, meldete im Sommer 2023 nach 127 Jahren Insolvenz an und wurde von ihrem letzten Eigentümer bis heute nicht am ursprünglichen Standort in San Francisco wiedereröffnet. Selbst der Pionier einer Revolution ist also vor dem heutigen, hart umkämpften US-Biermarkt nicht automatisch sicher, ein Muster, das mich stark an die eingangs beschriebene Situation deutscher Traditionsbrauereien wie Eichbaum erinnert.
Die größten Brauereien der USA nach Braumenge
Die Brewers Association, der Branchenverband der amerikanischen Brauwirtschaft, veröffentlicht jährlich ein Ranking der größten Brauunternehmen des Landes nach verkaufter beziehungsweise produzierter Biermenge. Wichtig zu wissen: Die exakten Hektoliterzahlen einzelner Konzerne werden dabei nicht veröffentlicht, sondern nur die Rangfolge. Das gilt besonders für die multinationalen Konzerne an der Spitze, deren Zahlen nicht separat für den US-Markt aufgeschlüsselt werden.
Top 10 aller US-Brauunternehmen nach Volumen (inklusive Großkonzerne)
- Anheuser-Busch (AB InBev)
- Molson Coors
- Constellation Brands
- Heineken USA
- Diageo
- Pabst Brewing Co
- D.G. Yuengling and Son
- Kirin-Lion
- FIFCO (Florida Ice & Farm Co)
- Sierra Nevada Brewing Co
Auffällig: Unter den zehn größten Brauunternehmen der USA nach Volumen taucht mit Yuengling auf Platz 7 nur eine einzige unabhängige amerikanische Craft-Brauerei im klassischen Sinn auf, alle anderen Plätze belegen internationale Großkonzerne oder deren US-Töchter. Sierra Nevada auf Platz 10 ist die zweite echte Craft-Brauerei in dieser Liste.
Top 10 der reinen Craft-Brauereien nach Volumen
Blendet man die Großkonzerne aus und schaut nur auf unabhängige, kleinere Brauunternehmen im Sinne der Brewers-Association-Definition, ergibt sich ein anderes Bild:
- D.G. Yuengling and Son, Pottsville (Pennsylvania)
- Sierra Nevada Brewing Co, Chico (Kalifornien)
- Boston Beer Co, Boston (Massachusetts)
- Tilray Beer Brands, New York
- Duvel Moortgat USA, Cooperstown (New York)
- Athletic Brewing Company, Milford (Connecticut)
- Gambrinus, Shiner (Texas)
- Brooklyn Brewery, Brooklyn (New York)
- Monster Brewing, Longmont (Colorado)
- Deschutes Brewery, Bend (Oregon)
Bemerkenswert an dieser Liste ist Athletic Brewing auf Platz 6: eine Brauerei, die ausschließlich alkoholfreies Bier herstellt, hat sich damit unter die sechs größten Craft-Brauunternehmen der USA vorgearbeitet. Das zeigt, wie stark der Trend zu alkoholfreien Bieren inzwischen auch die reine Produktionsmenge beeinflusst, ein Muster, das ich auch beim Blick auf die deutsche Braubranche immer wieder beobachte.
Die größten Brauereien der USA nach Umsatz
Beim Umsatz kehrt sich das Bild teilweise um, denn hier zählt nicht nur, wie viel Bier verkauft wird, sondern auch zu welchem Preis. Premium- und Importbiere erzielen oft deutlich höhere Literpreise als klassisches Massenbier, was sich direkt auf die Umsatzrangliste auswirkt.
💰 Umsatzzahlen der größten Player im Vergleich
- Anheuser-Busch InBev (Konzernumsatz weltweit): rund 59,3 Milliarden US-Dollar (Geschäftsjahr 2025)
- Molson Coors (Konzernumsatz weltweit): rund 11,1 Milliarden US-Dollar (Geschäftsjahr 2025)
- Constellation Brands, Biersparte (nahezu ausschließlich US-Markt): rund 8,5 Milliarden US-Dollar Nettoumsatz (Geschäftsjahr 2025)
- Boston Beer Company (nahezu ausschließlich US-Markt): rund 1,96 Milliarden US-Dollar Nettoumsatz (Geschäftsjahr 2025)
Wichtig für die Einordnung: Bei Anheuser-Busch InBev und Molson Coors handelt es sich um weltweite Konzernumsätze, da beide Unternehmen ihre US-Zahlen nicht separat als eigene Kennziffer ausweisen. Bei Constellation Brands und Boston Beer dagegen spiegelt der Umsatz nahezu ausschließlich das US-Geschäft wider, da beide Unternehmen ihr Biergeschäft ganz überwiegend im US-Markt betreiben.
Genau daraus ergibt sich der spannendste Punkt dieses Vergleichs. Die Biersparte von Constellation Brands, die in den USA ausschließlich die mexikanischen Importmarken Modelo, Corona, Pacifico und Victoria vertreibt, kommt mit rund 8,5 Milliarden US-Dollar Umsatz erstaunlich nah an die 11,1 Milliarden US-Dollar von Molson Coors heran, einem Konzern mit einem weltweiten Portfolio aus etlichen Marken wie Coors, Miller und Blue Moon. Modelo Especial ist inzwischen sogar die meistverkaufte Biermarke der USA nach Dollarumsatz, noch vor Bud Light. Das ist ein Paradebeispiel dafür, wie viel Umsatz sich mit vergleichsweise wenigen, aber margenstarken Importmarken erzielen lässt, ganz ohne die schiere Produktionsmenge eines Molson-Coors-Konzerns zu erreichen.
Auch Boston Beer zeigt diesen Effekt im Kleinen: Mit einem Umsatz von rund 1,96 Milliarden US-Dollar spielt die Sam-Adams-Mutterfirma finanziell in einer ganz anderen Liga als es die reine Produktionsmenge vermuten lässt, denn im Volumen-Ranking der Craft-Brauereien liegt Boston Beer nur auf Platz 3. Der Grund ist auch hier die Diversifizierung über margenstärkere Segmente wie Hard Seltzer und Ready-to-Drink-Getränke hinweg.
Welche bekannten Marken zu welchem Konzern gehören
Die wenigsten Konsumenten wissen beim Griff ins Kühlregal, welcher Konzern eigentlich hinter ihrer Lieblingsmarke steckt. Hier die wichtigsten Zuordnungen zu den oben genannten Unternehmen:
Anheuser-Busch (AB InBev): Budweiser, Bud Light, Michelob Ultra, Busch, Busch Light, Natural Light, Stella Artois (US-Lizenz), Shock Top
Molson Coors: Coors Light, Coors Banquet, Miller Lite, Miller High Life, Blue Moon, Keystone Light, Miller Genuine Draft, Hamm’s, Molson Canadian
Constellation Brands: Modelo Especial, Corona Extra, Corona Premier, Pacifico, Victoria, Modelo Negra
Heineken USA: Heineken, Heineken 0.0, Dos Equis, Tecate, Amstel Light, Newcastle Brown Ale (US-Lizenz)
Diageo: Guinness, Smirnoff Ice, Ciroc-Malzgetränke
Pabst Brewing Co: Pabst Blue Ribbon (PBR), Old Milwaukee, Lone Star, National Bohemian, Rainier, Colt 45
D.G. Yuengling and Son: Yuengling Traditional Lager, Yuengling Light Lager, Yuengling Flight
Interessant dabei: Ausgerechnet die klassischen, historisch deutschstämmigen Marken wie Budweiser, Miller und Coors, die im vorigen Abschnitt beschriebene Gründergeschichte hat, gehören heute alle drei nicht mehr amerikanischen, sondern internationalen Konzernen. Budweiser gehört zum belgisch-brasilianischen AB-InBev-Konzern, Miller und Coors bilden gemeinsam mit dem britisch-kanadischen Molson-Konzern die Molson Coors Beverage Company. Die einzige der ursprünglich vier großen deutschstämmigen Gründerbrauereien, die tatsächlich noch in US-amerikanischem Familienbesitz ist, ist ausgerechnet nicht Anheuser-Busch, Pabst, Schlitz oder Miller, sondern das deutlich kleinere Yuengling aus Pennsylvania, das zwar von einem deutschen Einwanderer namens David Gottlob Jüngling gegründet wurde, aber bis heute unabhängig und in Familienhand geblieben ist.
Was diese beiden Rankings wirklich zeigen
Wer nur auf die Braumenge schaut, sieht vor allem, wer den amerikanischen Markt mit klassischem Massenbier dominiert, angeführt von Anheuser-Busch und Molson Coors. Wer auf den Umsatz schaut, erkennt dagegen, wie wichtig Importbiere, Premiumisierung und Produktdiversifizierung geworden sind. Genau dieses Zusammenspiel aus Menge und Preis ist es, was einen Biermarkt wirklich ausmacht, und genau deshalb lohnt sich immer der Blick auf beide Kennzahlen statt nur auf eine reißerische Schlagzeile über die angeblich größte Brauerei der Welt.
Für mich als Biersommelier bleibt am Ende trotzdem die wichtigste Erkenntnis: Weder Braumenge noch Umsatz sagen etwas über die Qualität eines Bieres aus. Das gilt in den USA genauso wie in Deutschland. Wer wirklich herausfinden will, was gut schmeckt, kommt um das eigene, geschulte Probieren nicht herum.
Zahlen sind das eine, Geschmack das andere 🍺
Ob amerikanisches Craft Beer, deutsches Pils oder mexikanisches Import-Lager: Bei meinen Bier-Tastings in Eppingen & Heilbronn geht es genau um den Unterschied zwischen Marketingzahlen und tatsächlicher Braukunst. Lernt Bierstile wirklich einzuordnen, jenseits von Rankings und Verkaufszahlen.
👉 Zu meinen Tasting-TerminenHäufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Brauerei braut in den USA das meiste Bier?
Nach Volumen führt Anheuser-Busch (AB InBev) den US-Markt an, gefolgt von Molson Coors und Constellation Brands. Unter den unabhängigen Craft-Brauereien liegt D.G. Yuengling and Son auf Platz 1, vor Sierra Nevada und Boston Beer.
Welche Brauerei macht in den USA den meisten Umsatz?
Weltweit erzielt Anheuser-Busch InBev mit rund 59,3 Milliarden US-Dollar den mit Abstand höchsten Konzernumsatz. Bezogen rein auf den US-Biermarkt erzielt die Biersparte von Constellation Brands mit den Importmarken Modelo und Corona einen Nettoumsatz von rund 8,5 Milliarden US-Dollar und liegt damit fast auf Augenhöhe mit dem weltweiten Molson-Coors-Konzernumsatz von rund 11,1 Milliarden US-Dollar.
Warum unterscheiden sich Braumenge und Umsatz so stark?
Weil der Literpreis stark variiert. Importierte und premiumisierte Marken wie Modelo oder Corona erzielen deutlich höhere Verkaufspreise als klassisches Massenbier, wodurch vergleichsweise geringere Absatzmengen trotzdem hohe Umsätze erzeugen können.
Wie groß ist der Craft-Bier-Anteil am US-Biermarkt?
Craft-Bier hatte 2025 einen Marktanteil von rund 13,3 bis 13,4 Prozent nach Volumen und rund 24,6 bis 24,8 Prozent am Dollarumsatz des gesamten US-Biermarktes, bei einer Produktionsmenge von 21,86 Millionen Barrel, umgerechnet etwa 25,6 Millionen Hektolitern.
Was war die Craft Beer Revolution?
Als Craft Beer Revolution wird die Gegenbewegung zur Bier-Monokultur der USA nach der Prohibition bezeichnet. Sie begann 1965 mit der Übernahme der Anchor Brewing Company durch Fritz Maytag, erhielt 1978 durch die Legalisierung des privaten Hobbybrauens starken Auftrieb und führte über Gründungen wie Sierra Nevada (1980) und Boston Beer (1984) zu den heute fast 9.600 unabhängigen Craft-Brauereien in den USA.
Ist die größte Brauerei automatisch die beste?
Nein. Braumenge und Umsatz sagen etwas über Marktmacht und Geschäftsmodell aus, aber nichts über die tatsächliche Qualität oder den Geschmack eines Bieres. Genauso wenig wie es das beste Bier der Welt gibt, ist die größte Brauerei automatisch die mit dem besten Bier.

